Tung Jen Tao

Geschichte des Shaolin Kung Fu

Im Herzen Chinas, in der chinesischen Provinz Henan, befindet sich das berühmte Shaolin-Kloster (Shaolin = junger Wald/ bewaldeter Berg), welches als geistiges und buddhistisches Zentrum die Philosophie des Ostens maßgeblich prägte. Hier finden sich die Wurzeln des Shaolin Kung Fu (Kung Fu = Meister in ausdauender kraftvoller Arbeit). Etwa um das Jahr 500 n. Chr. kam der indische Mönch Bodhidharma, der 28. Nachfolger Buddhas, über den Himalaya nach China und ließ sich in besagtem Kloster nieder. Dort begann er mit der Verbreitung des Chan-Buddhismus. Bodhidharma, von den Chinesen DaMo genannt, entwickelte in einer neun Jahre andauernden Meditation 18 Atem- und Körperübungen. Diese sollten den Shaolin-Mönchen helfen, sich zu lockern und den Geist wach zu halten. Damit konnten sie die oft stunden- und tagelangen Meditationen besser ertragen. Mit diesen Übungen legte Bodhidharma den Grundstein zur Entstehung des Shaolin Kung Fu sowie unzähliger nachfolgender Kampfkunstarten.

Gemäß der Lehre von Bodhidharma dienen die Kampfkünste nicht der Förderung oder Ausübung von Aggression, sondern der Entwicklung von Gesundheit, Körper und Geist. Tugenden wie Disziplin, Bescheidenheit, Körperbeherrschung und vor allem Achtung vor dem menschlichen Leben werden von Bodhidharma als Basis genannt. Die Mönche des Shaolin-Klosters entwickelten in den folgenden Jahren ihre Künste ständig weiter. Die Kampftechniken übernahmen die Mönche größtenteils den Angriffs- und Verteidigungsbewegungen von Tieren.

Geschichte des Shaolin Tung Jen Tao Stils

Shaolin Tung Jen Tao Kung Fu ist ein chinesisch-vietnamesischer Kung Fu Stil, der seinen Ursprung wie alle Kung Fu Stile dieser Welt in China hat. Im Laufe der Jahrhunderte gab es im Shaolin Kloster in China immer wieder Kung Fu Schüler und Mönche, die aus den verschiedensten Gründen ihre Ausbildungsstätte verließen und manchmal die Welt bereisten. Manche ließen sich auch in anderen Ländern nieder. Natürlich trainierten oder lehrten sie auch in ihrer neuen Heimat Kung Fu. Aufgrund der Tatsache, dass ohnehin jeder Meister seinen eigenen Kung Fu und Trainingsstil hatte, entstanden so immer wieder neue Kung Fu Stile mit verschiedenen Schwerpunkten, Spezialtechniken und Kampftechniken die wiederum unterschiedliche Befreiungstechniken, Fußscheren, Waffenformen etc. beinhalten. So wurde die Kunst des Kung Fu vielfältiger und es entstanden im ganzen asiatischen Raum viele Stile, die die Welt der Kampfkunst bereichern. Einer dieser so entstandenen Stile war "Shaolin Kwan Ky Tao Kung Fu". In den 70er Jahren gelangte dieser Stil nach Deutschland und wurde 1988 in "Shaolin Tung Jen Tao Kung Fu" umbenannt. Unter dem Namen "Tung Jen Tao Kung Fu" wurde dann auch 1997 die "Tung Jen Tao Kung Fu Martial Art Association" gegründet. "Tung Jen Tao" bedeutet in etwa soviel wie "Gemeinschaft der Menschen im Einklang mit der Natur" und ist vergleichbar mit den meisten südchinesischen Kung Fu Stilen oder Hung Gar Kung Fu. "Shaolin Tung Jen Tao Kung Fu" gibt es in NRW in Dortmund, Hemer, Hagen, Kierspe, Solingen und Wuppertal. Meister dieser Kampfkunst sind Sönke Liedtke, Peter Schäfer, Hissam Uddin und Markus Wilbers.

Verband

Die Ziele des Tung Jen Tao Kung Fu

Mit dem Erlernen des Tung Jen Tao Kung Fu verbinden wir folgende Ziele:

  • Förderung von Gemeinschaft
  • Respekt und Disziplin im Umgang mit anderen und sich selbst
  • Harmonie von Körper und Geist zum ganzheitlichen Wohlbefinden

Das Training selbst ist gekennzeichnet von gegenseitiger Achtung und Rücksichtnahme.
Kung Fu soll kein Mittel zur Durchsetzung mit Gewalt, sondern durch innere Stärke und Ausgeglichenheit sein.

Da diese Ansicht leider nicht von allen Menschen geteilt wird, kann und soll es ein Weg sein, sich gegen derartige Angriffe zu wehren.

Prinzipien

"Tung Jen Tao" bedeutet soviel wie "Gemeinschaft der Menschen im Einklang mit der Natur".
Das Buch "I Ging", eine altchinesische Orakelsammlung aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., erläutert die Gemeinschaft der Menschen im 13. Kapitel.

 

Das wichtigste Prinzip ist also Gemeinschaft. Daraus folgen drei weitere Prinzipien, die mit dem Gemeinschaftsprinzip einen Kreislauf bilden. Die wirkliche Gemeinschaft der Menschen muss auf Grund einer kosmischen Anteilnahme zustande kommen. Nicht Sonderzwecke des Ichs, sondern Menschheitsziele bringen dauernde Gemeinschaft unter Menschen hervor.

Wenn solche Einigkeit herrscht, dann lassen sich auch schwierige und gefährliche Aufgaben vollbringen. 

 

Gemeinschaft

Unser wichtigstes Prinzip: Kung Fu innerhalb einer Gemeinschaft zu lehren, also einem Miteinander der Schüler. So können Anfänger immer von den Fortgeschrittenen lernen.
Kein Schüler wird bevorzugt behandelt und jeder ist Teil der Gemeinschaft.

Damit diese Gemeinschaft gut funktioniert, ist gegenseitiger Respekt sehr wichtig.
Ohne Respekt ist gemeinsames Training nicht erfolgreich.

Respekt

Respekt heißt, die anderen und die Kampfkunst zu achten.
Respekt vor den anderen hilft, von diesen zu lernen, unabhängig von dessen Grad. Man schätzt sich selbst falsch ein, wenn dieser Respekt nicht vorhanden ist, und lehnt das Wissen der anderen ab. Daher kann man nur mit Respekt Kung Fu lernen. Der Respekt gegenüber dem Kung Fu als Kampfkunst heißt, Kung Fu lebendig zu halten. Fehlt dieser Respekt, wird man nie genug Disziplin zum Training aufbringen.

Disziplin

Im Kung Fu kann man schnell lernen, aber deshalb noch lange nicht beherrschen. Die Disziplin ermöglicht es dem Schüler, ausdauernd, hart und regelmäßig zu trainieren. Nur so kann er die vielen Formen und Techniken erlernen und auch zur Beherrschung bringen. Vor allem Erlerntes zu wiederholen, führt zur Verbesserung, erfordert aber auch Disziplin. Je weiter ein Schüler im Kung Fu Studium fortschreitet, je mehr er beherrscht, umso mehr wächst seine Harmonie zwischen Körper und Geist. 

Termine

  • Tennis

    02.11. Saisonabschlussfete am 2.11.2019

  • Tennis

    01.12. Weihnachtstreffen am 1.12.2019 ab 11:00 Uhr

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